Endlich Schalldicht

Anleitungen

Schalldämmung im Auto (einfach und günstig!)

Viele Menschen zahlen tausende Euro, um beim Fahren einen schönen Motorensound zu hören. Ich liebe das auch, aber was mich stört, ist der Lärm der Straße.

Es ist wirklich ärgerlich, wenn man sich mit dem Beifahrer oder gar den Leuten auf der Rückbank unterhalten will, aber der Lärm im Auto dazwischengrätscht. Deshalb ist die Schalldämmung im Auto ein Thema, das man unbedingt in Angriff nehmen sollte.

Ich habe mich über verschiedene Mittel und Wege schlau gemacht, die alle mehr oder weniger für Sie in Frage kommen sollten, wenn Sie keine nervigen Geräusche im Auto mehr wahrnehmen wollen.

Der einfachste Weg, um Straßenlärm zu dämmen

Bei weitem das einfachste Mittel gegen Straßenlärm ist das Anbringen der sogenannten Dynamat (nicht zu verwechseln mit Dynamit!) oder Alubutyl-Folie auf den Bodengruppen, beispielsweise im Fußbereich.

Alubutyl Folie

Das Alubutyl dämmt die Geräusche, die vom Motor und den Reifen kommen, deutlich. Ich halte die diese simple Matte für das wohl wichtigste Tool zur Schalldämmung im KFZ Innenraum.

Man muss nicht einmal handwerklich begabt sein, um diese Folie auf dem Fahrzeugboden anzubringen, jedoch sollte man alle störenden Teile zuerst entfernen, um freien Zugang zur Arbeitsfläche zu haben. Die Unterseite ist bereits selbstklebend und sollte daher erst aufgeklebt werden, nachdem sie in Form geschnitten wurde.

Gute Erfahrungen habe ich mit der Reckhorn Alubutyl Matte gemacht, die man bei Amazon kaufen kann.

Achten Sie darauf, die Maße der zu beklebenden Fläche zuerst auszumessen und dann eine passende Menge der Folie zu kaufen. Wenn es sich um ein sehr lautes Auto handelt, kann es notwendig sein, eine etwas dickere Folio zu besorgen. Gängige Stärken reichen von 2,5mm bis zu 4mm.

Die Anwendung der Folie ist nicht nur für den vorderen Raum des Autos denkbar. Auch der Bodenbereich über den Hinterrädern oder Teile des Kofferraums können überklebt werden. Dazu müssen aber zuerst die Abdeckungen entfernt werden. Auch im Inneren der Türen kann man die Folie anbringen, wobei ich damit leider keine Erfahrungen gemacht habe.

Für besonders hartnäckige Fälle bietet sich eine Dämmschaummatte an

Zusätzlich zur Isolation mit Alubutyl kann man zur KFZ Geräuschdämmung eine Dämmschaummatte im Innenraum des Autos, sowie auf der Unterseite der Motorhaube anbringen.

Wenn Sie die Butylfolie aufgeklebt haben, aber noch eine zusätzlich Dämmschicht benötigen, bietet sich eine Dämmschaummatte an. Bei Amazon gibt es die selbstklebende Dämmschaummatte von DSM mit der viele Kunden sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

Die Verwendung funktioniert derweil genau gleich, wie bei der Isolationsschicht. Der Unterschied liegt in der Dicke des Materials. Mit 11mm ist die Wirkung der Dämmschaummatte natürlich noch stärker und ist besonders in Kombination mit der Butylfolie sehr zu empfehlen.

Sie lässt sich auch hervorragend auf der Unterseite der Motorhaube anbringen und sorgt damit für eine drastische Reduzierung des Motorengeräusches im Innenraum Ihres Autos. Achten Sie auch hier darauf, von Anfang an, die genauen Maße zu erfassen und kaufen Sie die Matte in der nötigen Größe.

Achten Sie immer darauf, die Flächen komplett abzudichten und keine Lücken zu lassen. Deshalb lohnt es sich vor dem Anbringen der Schichten, alles gründlich abzumessen und genau zu arbeiten. Bereits eine kleine Lücke in der Dämmschicht macht die gesamte Konstruktion sehr viel weniger effektiv, denn der Schall sucht sich einfach seinen Weg durch die Lücke, anstatt abgestoßen zu werden.

An welchen Stellen kann man die Dämmung am besten anbringen?

Wie bereits erwähnt, kann man mit relativ wenig Aufwand die Unterseite der Motorhaube mit der Dämmschaummatte bekleben. Das sorgt für eine beträchtliche Reduzierung aller Motorengeräusche.

Für den Innenraum empfehle ich, den Fußbereich bis unter die Sitze mit mindestens der Alubutyl-Folie zu bekleben. Mit verschiedenen Stärken und dem optionalen Anbringen der Dämmmatte gibt es genügend Möglichkeiten, diese Lösung auf die Eigenschaften des Autos anzupassen. Das Zurechtschneiden des Materials ist etwas komplizierter, als bei der Motorhaube, aber dennoch nicht besonders schwer.

Wer will, kann auch im Bereich der Hinterräder noch Dämmungsmaßnahmen verbauen. Wenn man gerade dabei ist, dann kann man sich um diesen Bereich auch einfach kümmern.

Während es noch einige weitere Teile des Fahrzeugs gibt, in denen dieselbe Methode angewandt werden kann, ist das Preis-/Leistungsverhältnis aus meiner Sicht hier am besten.

Welche Resultate sind zu erwarten?

Bei neueren Autos werden zumeist bereits gute Dämmschichten verbaut. Der Effekt ist hier also relativ gering. Wer jedoch ein älteres Auto hat, oder sich für ein kostengünstiges Modell entschieden hat, der kann durchaus mit Dezibelreduzierungen im Bereich von 20 bis 40% rechnen (Angaben ohne Gewähr).

Um die Veränderungen zu testen, genügt beispielsweise ein Smartphone mit einer App zum Messen der Dezibel. Wenn Sie die Lärmdämmung im Auto ausprobieren, machen Sie doch einfach einmal einen Versuch und messen die Dezibelstärke vor dem Anbringen der Schichten und danach mit derselben Geschwindigkeit.

Ihr Ergebnisse würden mich interessieren!

Hinweis: Weder ist das hier geschrieben eine professionelle Beratung, noch bin ich KFZ-Fachmann. Anpassungen, die Sie an Ihrem Auto vornehmen, geschehen auf eigene Gefahr.

    1. MarvinMarvin

      Hallo Markus. Ich mache das nur hobbymäßig und würde mich niemals an das Auto Dritter heranwagen. In diesem Fall ist es am besten, einen Fachmann aufzusuchen.

      Antworten

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