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Laute Nachbarn ärgern: 5 praktische Tipps die wirklich funktionieren

Ich lasse mich nicht gerne von Nachbarn stören.

Doch jeder kennt es… die Nachbarn sind laut, die Nachbarn sind rücksichtslos und man sitzt mit hochrotem Kopf da und fragt sich, ob man jetzt was sagen soll, oder die Kröte schlucken muss. Eigentlich entscheide ich mich dann immer für die erste Variante, denn mein Instinkt sagt mir, dass es sonst nur noch schlimmer wird.

Gut, manchmal drücke ich ein Auge zu – ich habe ja selbst auch gerne Besuch und möchte von meinen Gästen nicht verlangen, zu flüstern. Aber irgendwo muss es auch Grenzen geben. Leider gibt es immer wieder Nachbarn, die eine andere Vorstellung von diesen Grenzen haben und dagegen muss man etwas unternehmen.

Ich hatte letzte Woche ein Problem mit meinen Nachbarn vom vierten Stock. Lange Zeit habe ich nichts von oben gehört, aber dann zogen neue Leute ein. Der Alptraum begann.

Tipp 1: Einfach mal gegen die Wand hauen oder die Musik aufdrehen!

Mein Problem mit den Nachbarn vom vierten Stock war nicht nur, dass diese gerne laut waren, sondern auch, dass sie mit den Nachbarn von nebenan befreundet waren.

So trafen sie sich eines Abends in der Wohnung nebenan. Anstatt Anstand zu zeigen und gegen Mitternacht den Mund zu halten, schien es dann erst richtig loszugehen. Kichern, grölen, mit Absatzschuhen herumtorkeln… das volle Programm.

Mein Erster Einfall war es, die lauten Nachbarn mit einem dezenten Klopfen gegen die Wand auf die Lage aufmerksam zu machen. Leider war der Geräuschpegel dort schon so hoch, dass man mein Klopfen dort nicht wahrgenommen hat.

Mein zweiter Einfall war weniger dezent. Ich dachte mir, wenn ich eh nicht schlafen kann, sollte ich wenigstens dafür sorgen, dass die Nachbarn auch nicht schlafen können. Also drehte ich die Anlage auf, bis ich sicher war, von den Nachbarn gehört zu werden (sorry, unbeteiligte Nachbarn).

Nach vielleicht 10 bis 15 Minuten war von drüben nichts mehr zu hören. Ich denke, die Nachricht ist angekommen. Doch war das Grund genug für mich, die Anlage auszustellen? Nö! Ich ließ sie noch bis 4 Uhr laufen und zog die Kopfhörer an. Manchmal muss man die Nachbarn ärgern, um etwas zu bewirken.

Nach diesem Prinzip können auch Sie Ihre Nachbarn darauf aufmerksam machen, dass sie gerne auch etwas Ruhe haben. Gerade als erste Reaktion kann diese Maßnahme durchaus angebracht sein.

Tipp 2: Das direkte Gespräch suchen

Nicht einfach, aber meist effektiv ist das direkte Gespräch mit den Nachbarn.

Es kann sich im Grunde in zwei Richtungen entwickeln. Zum einen können die Nachbarn einsichtig sein und manchen ist es sogar peinlich. Zum anderen könnte es eine Trotzreaktion geben. Diese Menschen versuchen dann, Ihnen den schwarzen Peter zuzuschieben.

Wichtig ist erstmal, dass Sie nicht emotional reagieren. Das funktioniert zwar vielleicht im Moment, aber wenn der Nachbar sich von seinem Schock erholt, wird er sich für Ihr harsches Auftreten revanchieren wollen. Versuchen Sie also nüchtern und ganz sachlich, aber entschieden zu klingen und legen Sie einfach nur die Fakten auf den Tisch. Hausregeln helfen Ihnen bei der Argumentation, denn tatsächlich gibt es oft einen Paragrafen im Mietvertrag, indem eine Nachtruhe vorgeschrieben ist.

In meinem Fall gab es in der Nachbarwohnung ein zweites Happening. Ich entschloss mich also dieses Mal dazu, einfach direkt an die Türe zu klopfen. Die Nachbarin machte auf, ich sagte ihr, sie sollte gefälligst leise sein und verwies auf die Hausregeln und siehe da, der Lärm war beendet.

Das kann anders laufen, wenn die Nachbarn uneinsichtig sind. Doch wer das Gespräch sucht, der setzt den Grundstein für weitere Maßnahmen. Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden…

Tipp 3: Sich beim Vermieter beschweren

Wenn Sie sich beim Vermieter beschweren, sollten Sie einen guten Grund haben. Überlegen Sie sich nur einmal, wie Sie reagieren würden, wenn sich eines Tages der Vermieter bei Ihnen meldet und meint, Sie wären zu laut gewesen. Wie würden Sie da reagieren?

Ich nehme an, Sie würden sich fragen, warum sich der Nachbar, der sich beim Vermieter beschwert hat, nicht erstmal an Sie gewendet hat. Deshalb ist es wichtig, dass Sie erstmal mit dem Nachbarn reden, ehe Sie sich beim Vermieter melden.

Falls Sie das jedoch gemacht haben und der Nachbar uneinsichtig war, sollte sie nichts mehr zurückhalten. Nehmen Sie vielleicht noch den Lärm mit dem Handy auf. Diese Aufnahme können Sie dann als Beweis nutzen, wenn es hart auf hart kommt.

Seien Sie aber immer ruhig und besonnen, wenn Sie mit dem Vermieter reden und tun Sie das am besten auch per Telefon oder gar persönlich. Eine E-Mail kann gerne ignoriert werden, wohingegen hartnäckiges Anrufen immer zum Erfolg führt. Seien Sie sich aber auch im Klaren darüber, dass so eine Beschwerde ein ernster Warnschuss ist und Ihr Verhältnis zum Nachbarn damit schwer beeinträchtigt werden kann. Doch ist es das nicht ohnehin schon, wenn der Nachbar Ihre Nachtruhe nicht respektiert?

Tipp 4: Zuckerbrot statt Peitsche

Wenn Sie nicht der Typ sind, der die vorherigen Tipps berücksichtigt, dann versuchen Sie es einmal aus einer anderen Perspektive.

Vielleicht erwarten Sie, das Problem noch weiter zu verschlimmern, wenn Sie sich beschweren. Dann könnte es sich lohnen, anstatt der Peitsche, das Zuckerbrot auszupacken.

Kaufen Sie Blumen, Schokolade und andere Lebensmittel zu Bestechungszwecken und stellen Sie das Geschenk dem Nachbarn vor die Türe. Legen Sie einen Zettel bei, auf dem Sie sich für das wunderschöne, nachbarschaftliche Verhältnis bedanken. Führen Sie so enthusiastisch wie möglich aus, wie sehr Sie in der Vergangenheit über das schöne Miteinander erfreut waren. Sagen Sie dann, wie sehr Sie es bedauern, wenn das gute Verhältnis durch gewisse Vorkommnisse beeinträchtigt würde. Die letzte Nacht, in der Sie Opfer der Lärmbelästigung wurden, sei ja wirklich bedauerlich gewesen.

Wahrscheinlich schaffen Sie es damit, dem nervenden Nachbarn ein schlechtes Gewissen einzureden, auf das sie eher anspricht, als auf eine Ermahnung vom Vermieter oder einen unangenehmen Besucht von Ihnen.

Tipp 5: Legen sie sich eine Wohnung im obersten Stockwerk zu

Was mich besonders nervt, sind Frauen, die nachts noch mit Ihren Stöckelschuhen in der Wohnung herumlaufen. Das geht gar nicht!

Gegen bockige Stöckelschuhträgerinnen kann man in der Regel auch nichts machen, außer die ganz schweren Geschütze auszufahren. Aber natürlich möchten wir das alle gerne vermeiden und ein für allemal Ruhe haben. Die Lösung ist eine Wohnung im obersten Stockwerk.

Wenn Sie die Wahl zwischen einem Apartment auf Erdgeschosshöhe, ersten Stock oder zweiten Stock, oder dem Obergeschoss haben, dann nehmen Sie letzteres. Zwar kann das durchaus teurer sein, aber der bessere Schlaf wird dafür entschädigen.

Genießen Sie den Ausblick, die Dachterrasse oder den Balkon und schlafen Sie nachts wie ein Baby, ohne vom Nachbarn geweckt zu werden.

Was denken Sie über diese Tipps und kennen Sie weitere Methoden, mit denen Sie die Nachbarn zum Schweigen bringen? Lassen Sie es die anderen Leser wissen und schreiben Sie einen Kommentar.

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